KONSORTIUM SKIKARUSSELL
ITALIENS ERSTE BERGBAHN

Die Anfänge des Skikarussells von Corvara gehen auf das Jahr 1946 zurück, dann damals wurde der erste Sessellift Italiens zugelassen. Es handelt sich den Lift, der Corvara mit dem Col Alto verbindet.

Eine Bahn gab es sogar bereits einige Jahre zuvor, denn ab 1938 war eine Schlittenseilbahn in Betrieb, auf der die Skifahrer auf Schlitten den Berghang hinaufbefördert wurden. Der folgende Krieg hat dieser Schlittenseilbahn allerdings ein Ende gesetzt - und auch die Tourismusaktivität für einige Zeit unterbrochen.

Der erste Sessellift in Italien

Mit großem Mut und auch etwas Unwissen unterschrieb der Bergbahnpionier Erich Kostner dann den Vertrag für die Projekt- und Materiallieferung zum Bau einer neuen Bahn - diesmal war es ein Sessellift. 1946 wurde die Schlittenseilbahn also durch einen 1er-Sessellift ersetzt, dessen Holzpfeiler durch Eisenplatten gestärkt wurden - diese Platten stammten von den Panzern aus dem Weltkrieg, der gerade zu Ende gegangen war. Nach beschwerlicher Arbeit wurde am 24. Dezember 1947 schließlich der Skilift zwischen Corvara und Col Alto vom Italienischen Verkehrsministerium zugelassen und sogleich in Betrieb genommen.

Es entwickelt sich der Wintertourismus

Die neue Anlage war so erfolgreich, dass das Skigebiet in den darauffolgenden Jahren um weitere Bergbahnen erweitert wurde. Es wurden Liftanlagen für die Orte Crëp de Munt und Pralongià gebaut und bald auch die Dörfer Stern und St. Kassian über das Hochplateau Piz La Ila - Piz Sorega mit Corvara durch Ski- und Sessellifte verbunden. Mit dem letzten Schritt - nämlich der Erschließung des Sella-Stocks und der Verbindung mit dem Campolongo-Pass - entstand das berühmte „Skikarussell Alta Badia".

Die Anlagen waren da, nun folgte noch die Einführung der ersten Skipässe und Punktekarten. Wenn es auch vorerst ein rudimentäres System war, erfüllte es seinen Verkaufszweck.
Die Skifahrer kamen immer zahlreicher ins Gadertal, was die Entwicklung des Wintertourismus beträchtlich förderte. Die Bewohner des Tals, die bis dahin von der Landwirtschaft lebten, begannen so in den Tourismus zu investieren - denn sie erkannten, dass dies ihre Zukunft bedeutete. Die Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und Geschäften stiegen an.
Im Laufe der Saisonen und mit dem zunehmenden Wintersporttourismus wurden verschiedene Liftanlagen erbaut, um die einzelnen Dörfer untereinander zu verbinden, aber auch, um den Transport auf der Hochebene zu erleichtern.
Wo damals ein rudimentärer 1er-Sessellift war, steht heute eine hochmoderne 8er-Gondelbahn und auch sämtliche anderen Anlagen des Skikarussells und des Tales allgemein wurden mittlerweile modernisiert und erneuert.

(zum Teil dem Text „Das Skikarussell Alta Badia und seine Geschichte in Kürze" entnommen, veröffentlicht anlässlich des 50. Jahrestages des Konsortiums Skikarussell)

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