PANORAMISCHE PUNKTE

Die Majestät der Dolomiten beobachten und verstehen, die Morphologie, Geschichte und Eigenschaften erkennen.
Zwischen den vielen Aktivitäten die im Movimënt-Areal gemacht werden können, halten Sie ein Moment und bewundern Sie die außerordentliche Schönheit der umgebenen Natur. Die panoramischen Punkte, die an der Bergstation von der Boè-Seilbahn und auf dem Weg zwischen Biok und Pralongià positioniert sind, werden Ihnen helfen, viele der Eigenschaften der UNESCO-Welterbe Berge zu verstehen und lernen.


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Biok - Pralongià Punkt

Die Landschaft der Dolomiten: Naturschönheiten, die erhalten werden müssen

Die Emotionen, die Sie vor dem Panorama der Dolomiten verspüren, das sich Ihnen bietet, ist ein Gefühl, das alle Menschen in den Bann gezogen hat, die seit Jahrhunderten die Dolomiten besuchen. Diese Landschaft mit massiven Felswänden, die sich vor grünen Auen und Wäldern erheben, ist nicht nur von unvergleichbarer Schönheit, auch der geologische und geomorphologische Wert bzw. die Landschaftsformen sind weltweit von großer Bedeutung. Diese Besonderheiten haben dazu geführt, dass die Dolomiten im Jahr 2009 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden.

Tafel nr. 1

1. La Crusc: das ewige Werden (Schuttstöme)
Das Geröll, das hauptsächlich wegen der Volumenausbreitung des vereisten Wassers von den immer mehr zersplitternden Bruchgesteinen herabfällt, kann Teil von schnell fließenden Murgängen sein, dem sogenannten "debris flow". Der Transport und die Anhäufung des Gesteinsmaterials haben über die Jahrtausende hinweg neue Räume geschaffen, die vom Menschen genutzt werden.

2. Val Medesc
Das Tal und sein Pfad, der zur Fanes-Hochebene führt, verlaufen entlang einer Verwerfung (eine große Bruchstelle im Gestein, in der sich die Steine bewegen). Zur rechten Seite bemerkt man nicht länger horizontal verlaufende und schräge Gesteinsschichten. Sie zeugen dafür, wie die Meeresfelsen der Dolomiten durch große Gesteinsbewegungen vor Millionen von Jahren zu der Gebirgskette geworden sind, die wir heute vor uns sehen.

3. Fanes - La Varella: die enorme Kraft des Wassers
Das durch Kohlendioxid in der Atmosphäre und im Boden sauer gewordene Wasser formte das Karbongestein
über Jahrhundert und hat so die Landschaft mit den karstigen Hochebenen des Fanes-Plateau geschaffen, die auf der ganzen Welt bekannt sind. Weil das Wasser in die Gesteinsbrüche eingedrungen ist, sind dadurch einige unterirdisce Höhlen Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Zu diesen gehört u. a. die bekannte Conturineshöhle mit den Überresten des Höhlenbären.

4. Der goldene Nagel und das Gesteinsalter

Ein internationales Geologenteam hat zwischen den Gesteinsschichten auf den Störes -Wiesen einen "geochronologischen Punkt" entdeckt (GSSP - Global Stratigraphic Section and Point, zu deutsch Profil und Punkt des weltweiten Grenz-Stratotypus), der in der Fachsprache als "Golden Spike" (Goldener Nagel) bezeichnet wird. Der GSSP ist ein weltweiter Referenzpunkt, mit dem eine genaue Zeitperiode definiert wird, d.h. die Zeit vor 228 Millionen Jahren in der karnischen Stufe (Obertrias).

5. Lagazuoi: ein nicht nur von Soldaten umk
ämpfter Kriegsschauplatz
Während des Ersten Weltkriegs entflammte eine hitzige Schlacht der Geologen, die von beiden Heeren (der italienischen wie auch der österreich-ungarischen Armee) angeheuert wurden, um das Gebiet zu erkunden und die besten Stellungen, Festungen und Manöver zu planen. Deren eingehende Studien sind noch jeute von großem Interesse, vor allem, was die geologische Vermessung des Gebiets betrifft.

6. Set Sas: ein 230 Millionen Jahre altes Riff
Die Form dieses Bergs und der paläontologische Reichtum (Fossilien) in diesem Areal führten die Geologen Richtofen und Mojsisovics im 19. Jhd. zur Entwicklung der Theorie, dass viele der dolomitischen Gebirge organischen Ursprungs seien. Tatsächlich ist tie Anhäufung von Calciumcarbonat der intensiven Aktivitäten vieler Organismen (wie Algen, Korallen, Weichtiere) zu verdanken, die einst in den warmen Gewässern gelebt haben. Nach Millionen Jahren und Tausende Kilometer weiter nördlich können wir noch immer dieses Naturwunder betrachten, wenn wir die Pfade entlanglaufen.

Tafel nr. 2

1. Die Marmolada: ein fragiler Eisgletscher
Die Marmolada mit ihren 3343 hm an der Punta Penìa wird "Königin der Dolomiten" genannt und ist der höchste Gipfel der Dolomiten. Aus geologischer Sicht besteht die Marmolada vorwiegend aus Kalkstein und repräsentiert ein antikes Atoll aus dem Obertrias mit Lagunen, die eine Vielzahl Fossilien enthalten. Der Name ist auf seinen Gletscher zurückzuführen, der vom lateinischen Wort "Marmor" abstammt, das sehr helle Orte oder Berge bezeichtet, die durch Shnee und Eis glänzen. Sehr weiß und von dieser Stelle aus gut sichtbar, ist die Marmolada der größte Gletscher der Dolomiten, der jedoch durch die stetige Erhöhung der Erdtemperatur zu schmelzen droht.

2. Campolongo Pass: Erdrutsche

Dort, wo größtenteils lehmiger Boden vorhanden ist, kann das in den Boden gesickerte Wasser Erdrutche und Muren verursachen. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit im Gadertal kommen solche Phänomene häufiger vor. Nimmt man beispielsweise die Straße des Campolongo-Passes vom Ort Corvara aus, können Sie sehen, wie sie sich auf zerklüftetem Gelände entlangschlägelt, das aus Anhöhen und Mulden besteht, was typisch für die Anhäufung von Erdrutschen ist.

3. Die Sellagruppe und ihre Pässe: die Zusammenhänge der Gesteine

Wenn man die Sellagruppe betrachtet, bemerkt man, dass es sich um ein großes Stufengebirge handelt, Jeder dieser durch Felsbänder abgegrenzten Berge ist eine Landschaft, die im Zeitalter des Obertrias (vor 240-220 Millionen Jahren) ein nicht sehr tiefes und warmes Meer war. Die massiven und hellen Gesteine (Dolomitsteine) stellen die sogenannten "Karbonatplattformen" dar, im niedrigen Meer liegende Orte, an denen sich Calciumcarbonat abgelagert hat (was auch den Organismen zu verdanken ist, die dort einst gelebt haben). In der Nähe der Pässe haben sich Meeressedimente aus tieferen Gewässern abgelagert, von denen die Plattformen umgeben waren.

4. Sassongher: zwei Dolomitsteine und zwei Landschaftsformen
Wenn der Sassonger-Berg aufmerksam betrachtet wird, kann man erkennen, wie sich von deinem Geröllfundament eine hohe Gesteinswand erhebt, die einige Unterschiede afweist. Der basale Teil ist massiv und weist keine großen Unterschiede auf (Cassianer-Dolomit), während das Gestein im höchstgelegenen Teil (etwa ab der Hälfte der Bergwand) schichtweise angelegt ist. Dies ist auf zwei verschiedene Landschaften zurückzuführen, in denen sich der Karbonatschlamm (nunmehr Dolomitgestein) abgelagert hat: vor 230 Millionen von Jahren in einem warmen Meeresatoll und vor 200 Millionen Jahren in einer weitflächigen Ebene der ebenfalls warmen Meeresküste.

Die Welt des Obertrias
Die Dolomiten sind auf Bergen verteilt, die durch Pässe und Täler voneinander getrennt sind. Diese orographisce Besonderheit spiegelt den geologischen Charakter wider, der eng mit der Präsenz von fossilen, tropischen Atollen im Erdmittelalter verbunden ist, Die damalige Geografie der Meere im Mesozoikum ist erhalten geblieben und vom All aus zu sehen; sie eist eines der besten Beispiele auf der Welt. Wenn man die Dolomiten hingegen von unten nach oben betrachtet, überfliegen wir mit den Augen Millionen Hahre, so als wären sie ein grosses Buch, das die Geschichte der Steine erzählt.

Boè Punkt

Tafel nr. 1

Hier darf man die folgenden Berge sehen, schon auf der Tafel nr. 1 des panoramischen Punkts Biok - Pralongià beschrieben.

1. Sassongher: zwei Dolomitsteine und zwei Landschaftsformen

2. La Crusc: das ewige Werden (Schuttstöme)

3. Val Medesc

4. Fanes - La Varella
: die enorme Kraft des Wassers

5. Lagazuoi: ein nicht nur von Soldaten umkämpfter Kriegsschauplatz

6.
Set Sas: ein 230 Millionen Jahre altes Riff

Tafel nr. 2

Dolomit: der Name für ein Gestein
Die Entdeckung des Gesteins Dolomit, das Symbol der Dolomiten, verdanken wir dem französischen Adligen Deodat de Dolumie. Der Franzose sammelte am Ende des 18. Jahrhunderts (in der Region Trentino-Südtirol) eine Gesteinsprobe und nachdem er diese analysiert hatte, stellte er fest, dass das Gestein aus einem bis dahin unbekannten Mineral bestand, das er wert war, für immer in Erinnerung zu bleiben: das Dolomit.

Von diesem Punkt aus darf man die Dolomiten von Pelmo, Civetta und die Marmolada-Gruppe sehen.

Die Dame der Geologie
Die in Schottland geborene Matilde Gordon trug zu einem wichtigen Kapitel in der geologischen Erforschung der Dolomiten und zur Anerkennung der Frauen in der Welt der Wissenschaft bei, die zur damaligen Zeit (am Ende ds 19. Jhdts) fast ausschließlich aus Männer bestand. Ihre Liebe zur Geologie und zu Naturwissenschaften führte sie mehrmals auf Reisen in die Täler der Dolomiten, über die sie zahlreiche wissenschaftliche Beiträge schrieb. (z.B. "Geology of the Wengen and Cassian strata in South Tyrol" aus dem Jahr 1893).

Praktische Erfahrung: die Vielzahl an Gesteinsarten um uns herum
Die landschaftlichen Formen verraten uns, wie die Erosion auf das mehr oder weniger widerstandsfähige Gestein verschiedener Art und mit unterschiedlicher Zusammensetzung und Farbe wirkt. Einige der Gesteinsproben darf man am Boè ansehen und berühren, die von den Bergen gesammelt wurden, die von dieser Stelle aus zu sehen sind.

Auf entdeckungsreise durch die Dolomiten
Tausende Wanderer kommen jedes Jahr in diesen Teil der Dolomiten. Anfang des 19. Jhdts. begannen Wissenschaftler aus Europa, die von der Neugierde für jene Orte getrieben wurden, diese Täler zu bereisen. Ihre epischen und schwierigen Reisen schufen die Grundlage für den heutigen Tourismus. Zunächst wurden die Wanderer von den ansässigen Einwohnern und den wenigen Wirtshäusern versorgt. Später wurde der Tourismus durch die ersten Berghütten, durch neue Hotelanlagen, moderne Kommunikationsmittel und Liftanlagen angekurbelt.
BEWEGUNG
20%
FAMILIE
80%
RELAX
70%

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